Heimatmuseum Banfetal

Wenn Sie schon immer wissen wollten, was es heißt, ein Brett vor dem Kopf zu haben, sich zu verhaspeln, einen Zahn zuzulegen oder ein Eisen im Feuer zu haben, dann sind Sie im Heimatmuseum Banfetal richtig. Aber nicht nur auf diese Fragen erhalten Sie aufschlussreiche Antworten, Sie können im Museum auch hautnah die Kultur und Geschichte des Wittgensteiner Landes in ihrer ursprünglichen Art erleben. Die auf über 800 qm Ausstellungsfläche anschaulich angeordneten Sammlungsbereiche lassen die Vergangenheit wieder lebendig werden. Angefangen bei den Zeugnissen der Vor- und Frühgeschichte, über den Bereich des Bergbaus bis hin zu der Wohn- und Arbeitswelt der bäuerlichen Bevölkerung. Überall gibt es etwas Interessantes und Wissenswertes zu entdecken. Das Heimatmuseum Banfetal befindet sich im Ortsteil Banfe der Stadt Bad Laasphe. Gegründet wurde das Museum 1965. In verschiedenen Ausbauabschnitten hat es sich auf seine heutige Größe erweitert. Untergebracht ist das Museum in einem bäuerlichen Fachwerkhaus aus dem Jahr 1793. Zum Museumsbereich zählen neben dem Haupthaus auch die um den idyllischen Museumshof gruppierten Nebengebäude mit einer Dorfschmiede, einer Stellmacherei, einer Böttcherei, der Schaustollen, eine Remise und eine Dreschhalle. Das Museum befindet sich in der Trägerschaft der Stadt Bad Laasphe und dem Verein Wander- und Heimatfreunde Banfetal. Das Museum verfügt über folgende Ausstellungsbereiche: Vor- und Frühgeschichte (Schwerpunkt ist hier die anschauliche Darstellung der Besiedlungsphasen des Wittgensteiner Landes. Zu sehen sind Funde von der Jungsteinzeit bis zur frühen Neuzeit. Größere Bedeutung für die heimische Region haben die vorrömische Eisenzeit mit den Rennöfen und Wallburgen und die Besiedlungsphase in der karolingischen Zeit.) Dörfliches Gemeinschaftsleben (Kirche, Vereine und die Gemeindedienste wie Nachtwächter, Hirte und Polizeidiener stehen hier im Mittelpunkt) Bergbau und Eisenindustrie (Neben einem Schaustollen auf dem Museumshof spiegeln die in zwei weiteren Räumen ausgestellten Exponate und Dokumentationen die Bedeutung von Bergbau und Eisenindustrie wider. Ergänzt wird dieser Bereich durch eine umfangreiche Mineraliensammlung und eine Sammlung heimischer Öfen.) Schule und Kinderwelt (Eine vollständig eingerichtete Schulklasse und eine Sammlung von Spielsachen und Lernspielen vermitteln einen Eindruck von dem Kinderleben in früherer Zeit) Technik (Schreib- und Rechenmaschinen, medizinische Heilgeräte und Schulfilmprojektoren geben einen Einblick in die technische Entwicklung) Bäuerliche Arbeitswelt (Geräte, Werkzeuge und Maschinen aus dem Bereich der Landwirtschaft, der Selbstversorgung mit den Bereichen Schlachten, Milchwirtschaft, Imkerei, Brot backen und die Flachsverarbeitung mit einem in Betrieb befindlichen Webstuhl bilden einen Schwerpunkt der Ausstellung. Für die Großgeräte und Maschinen steht eine Remise auf dem Museumshof zur Verfügung.) Bäuerliche Wohnwelt ( Eine vollständig eingerichtete Wohnung in den originalen Räumen des alten Bauernhauses mit Flur (Ern), Küche, Stube, Schlafzimmer und Waschküche vermittelt einen Einblick in die Wohn- und Lebensverhältnisse früherer Zeit.) Handwerk (Die dörflichen Handwerke wie Zimmermann, Schneider, Schuhmacher sind in eigenen Bereichen im Haupthaus dargestellt, auf dem Museumshof befinden sich dann noch eine große Dorfschmiede, eine Stellmacherei und eine Böttcherei.) Wald und Natur (Der für die Region bedeutende Bereich der Waldwirtschaft findet in der Ausstellung ebenfalls eine angemessene Berücksichtigung und wird durch eine Große Vitrine zur heimischen Tierwelt ergänzt.) Ostdeutsche Heimatstube (Seit 1985 befindet sich in dem Museum auch eine Ostdeutsche Heimatstube. Hier wird das Kultur- und Sachgut der Menschen, die ihre Heimat in Schlesien, Pommern, West- und Ostpreußen verlassen mussten, ausgestellt.) Das Heimatmuseum Banfetal ist ein Museum der Region und für die Region. Abgebildet werden Ausschnitte aus der Lebenswirklichkeit der heimischen Region in früherer Zeit. Dargestellt wird nicht das Spektakuläre oder nostalgisch verklärte Heimattümelei sondern das alltägliche Leben der Menschen unter den naturräumlichen, wirtschaftlichen und sozialen Bedingen ihrer jeweiligen Zeitepoche. Das Heimatmuseum Banfetal soll ein lebendiger Lern- und Informationsort sein, bei dem sich die Besucher durch die Präsentation der Sammlungen angesprochen fühlen und angeregt werden, über die historischen Hintergründe der regionalen Entwicklung nachzudenken. Dazu tragen neben der ständigen Ausstellung auch die Sonderausstellungen, in deren Mittelpunkt historisch-volkskundliche Themen stehen, bei. Daneben werden auch Kunst-, Kunstgewerbe-, Foto- und Sammlerausstellungen durchgeführt. Auch Workshops, Lesungen, Vorträge und Museumsfeste gehören zum Museumsprogramm. Auf Interesse der Besucher stößt auch die Themenführung „Mit Sprichwörtern und Redensarten durch das Heimatmuseum Banfetal“. Für Schulklassen werden neben den Führungen auch Arbeitsmaterialien und Suchspiele angeboten. Betreut wird das Museum von einer zur Zeit 9 Personen umfassenden Gruppe von heimatkundlich interessierten Vereinsmitgliedern. Sie sind verantwortlich für die Besucherführung, das Sammeln und die Pflege der Exponate, die Vorbereitung und Durchführung der Sonderausstellungen, die Betreuung der ständigen Ausstellung sowie für bauliche Maßnahmen und die Pflege der Außenanlagen. Dazu kommen noch die Arbeiten im museumseigenen Fotolabor, die Betreuung eines umfangreichen heimatkundlichen Archivs und die Führung einer Zeitungschronik. Geöffnet ist das Heimatmuseum Banfetal jeden ersten Sonntag im Monat in der Zeit von 14.00 bis 17.00 Uhr und an zusätzlichen Terminen nach Jahresplan. Jährlich finden mehrere Sonderausstellungen statt. Gruppen- und Sonderführungen außerhalb der Öffnungszeiten sind nach Voranmeldung (02752/6209) möglich.

Museumsleiter: Eckhard Linke Untere Bienhecke 12, 57334 Bad Laasphe, Tel.: 02752/6209, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Weitere Mitglieder der Arbeitsgruppe Museum:

Wolfgang Zoche (Tel.: 02752/7359)

Wilfried Amos (Tel.: 02752/6966)

Friedhelm Bode (Tel.: 02752/7339)

Herbert Bode (Tel.: 02752/1604)

Helmut Frank (Tel.: 02752/5388)

Adolf Jäger (Tel.: 02752/5169)

Werner Schaumann (Tel.: 02752/7833)

Dieter Wunderlich (Te.: 02752/6065)

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